Mallorca Reisebericht

    Mallorca im April 2006       

 

„Eine Tour des Vergessens“

 

war es definitiv nicht, aber wir haben viel Spaß gehabt und wirklich schöne Plätze gesehen.

Aus diesem Grund geben wir an dieser Stelle einen kleinen Reisebericht zum Besten.

Wir, das sind Michael Mickler (rechts) und Jens Achnitz (links).

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                                       Jens                                Michael

Montag, den 03.04.2006

Nach einer Autofahrt von Süpplingen über Braunschweig nach Hannover sind wir dort in den ICE nach Köln/Bonn umgestiegen. Den größten Teil der Fahrt haben wir im Speisewagen verbracht und schon mal einige Touren in unseren Reiseführern angeschaut und einige Cappuccinos und ein Alster getrunken.

Am Flughafen waren wir sehr früh dran, konnten aber dafür unser Gepäck sofort aufgeben und mussten nicht Schlange stehen. Die Zeit bis zum Boarding haben wir mit guten Gesprächen und einem „Festmahl“ bei Burger King überbrückt. Auch den zollfreien Einkaufsbummel haben wir erledigt.

Der Flug nach Mallorca verlief absolut reibungslos und wir hatten mehr als genug Platz, da wir eine gesamte Reihe mit 3 Plätzen für uns hatten. Allerdings hatten wir beide vorher noch nicht in der vorletzten Reihe einer Boing 737 gesessen.

Vom Flughafen ging es dann mit einem Taxi ins Hotel. Die Fahrt hat 18 € gekostet.

Die erste Nacht haben wir in El Arenal verbracht. Das Hotel hat nur 15 Euro pro Nacht im Doppelzimmer  mit Frühstück gekostet.

Eingecheckt haben wir gegen 22.00 Uhr und sind danach noch etwas essen und ein Bierchen trinken gegangen. Dabei haben wir auch gleich die Umgebung etwas erkundet.

 

Dienstag, den 04.04.2006

Nach dem sehr einfachen Frühstück im Hotel, zu dem wir gerade noch pünktlich gekommen sind, haben wir uns mit unseren Rucksäcken auf den Weg nach Palma gemacht. Nachdem wir aber einige Kilometer (na ja vielleicht auch nur einige hundert Meter ...) hinter uns hatten und uns bereits recht warm wurde, stellten wir Überlegungen an, ob wir den Bus nehmen oder vielleicht doch ein Auto mieten sollten. Diese Entscheidung fiel uns dann recht leicht und wir haben einen Ford Fiesta (ein Urenkel von Michaels altem „Roadrunner“) für 22 € pro Tag gemietet. Für 5 Tage von Dienstag bis Samstag.

Mit diesem fahrbaren Untersatz (inklusive Klimaanlage!) haben wir dann unseren Weg Richtung Palma wieder aufgenommen. Dabei stellten wir mit Entsetzen fest, dass wir allein für die Wanderung dorthin den ersten Tag benötigt hätten. Der Wagen war gut und wir frei in unseren weiteren Planungen, also war die Entscheidung absolut richtig. In Palma haben wir uns den Palast und die Kathedrale von außen angesehen und auch etwas von Palma gesehen, aber nur recht kurz. Das Mittagessen haben wir in einer Tappas-Bar eingenommen, die uns von einem Kollegen von Jens empfohlen wurde. Das Essen war Klasse, allerdings auch nicht gerade billig. Mit dem Auto sollte es dann zum Cap de Cala Figuera gehen, aber durch ungünstige Umstände hat dies nicht geklappt (nein, wir sind Männer und geben nicht zu, dass wir uns verfahren haben!). Durch Andratx sind wir dann hindurch gefahren und den Port d'Andratx haben wir ausgelassen, da Jens ihn bereits kannte und Michael keinen gesteigerten Wert darauf legte.

Danach ging es dann in die Berge über echt klasse Bergstraßen und teilweise wunderschönen Aussichten.

An einem beliebten Aussichtspunkt haben wir eine Rast eingelegt und einen Cappuccino getrunken. Die Aussicht und das Wetter waren super, so dass wir etwas länger geblieben sind. Da wir aber keine detaillierten Planungen gemacht hatten, konnten wir uns die Zeit einteilen wie wir wollten. Ist nur zu empfehlen. Die weitere Fahrt wurde nur durch einen kurzen Stop bei einem Wachturm unterbrochen, wo wir einige Photos geschossen haben.

Weiter ging es nach Valdemossa wo wir wieder angehalten und uns das schöne Dorf angeschaut haben. Auch die Zusammenfassung der Geschichte von F. Chopin und G. Sand haben wir uns durchgelesen. Da es nun aber bereits spät wurde und wir unsere Unterkunft in Port de Soller beziehen wollten, konnten wir uns das bekannte Dorf Deia leider bei der Durchfahrt anschauen.

Das Hotel hatte Michael bei unserer Rast auf dem Aussichtrestaurant klar gemacht und dabei sogar den Zimmerpreis noch von 53 € auf 40 € herunter gehandelt.

Diese Übernachtung in Port de Soller war mit 40,- € ohne Frühstück die teuerste Übernachtung der gesamten Reise.

 

Mittwoch, den 05.04.2006

Am Hafen  gab es viele Möglichkeiten, das Frühstück einzunehmen und wir haben dies auch gerne wahrgenommen. Der Ausblick war wirklich großartig.  Danach haben wir einen Espresso in Soller getrunken. Im lnternetcafe haben wir für die letzten drei Übernachtungen in S' Arenal für 18 € pro Person und Nacht inklusive Frühstück im 3 - Sterne Hotel gebucht.

Danach haben wir uns noch etwas in Soller umgesehen und eine historische Straßenbahn aus Lissabon bewundert.

Am Abend haben wir die erste Nacht im Kloster de Lluc verbracht. Die Unterkunft hat 32,- € ohne Frühstück gekostet und in der Nacht haben wir mit Estrelle (nachdem wir zum Abendbrot bereits eine oder zwei Flaschen Wein hatten) noch einige gute Gedanken gehabt.

 

Donnerstag, den 06.04.2006

Am nächsten Morgen sind wir  in den Genuss des ältesten Knabenchors Spaniens gekommen und danach  weiter nach Pollenca gefahren. Dort sind wir die „365 Sünden des Jahres“ hinauf zur Kapelle von Calvari gestiegen. Mit einem Eis-Café am Placa de Major konnten wir uns abkühlen und dann ging es auf zum Cap de Formentor. Mirador und der Piratenturm waren aber die echten Highlights der Tour. Ein lohnender Abstecher in den Port de Pollenca und ein ruhiges Picknick in Alcandara rundeten den Nachmittag ab. Die wunderschöne alte Stadtmitte, welche mit Mauern und Türmen umrundet ist, hat uns eingeladen einen weiteren Espresso zu genießen. Jetzt waren wir gestärkt für den Aufstieg zu unserer nächsten Unterkunft - dem Nonnenkloster Puig der Maria. Die Unterbringung ist tatsächlich sehr spartanisch aber auch stilvoll und erfüllt die Erwartungen die man an eine einfache Übernachtung in einem Kloster hat. Mit 15,- € o.F. für eine Mönchzelle für 4 Personen ist der fehlende Luxus aber gerne zu ,,verschmerzen“. Die Lammteller waren wirklich sehr lecker. Nachts konnten wir die Kapelle für ca. eine Stunde komplett für uns allein nutzen. Dies war sehr beeindruckend.

 

Freitag, den 07.04.2006

Nach einem einfachen Frühstück haben wir uns mit unseren Rucksäcken an den Abstieg zum Auto gemacht. Da die letzen Meter am Vortag von Jens absolviert wurden, hat sich nun Michael mit neuem Elan hinter das Steuer schwungen. Grobe Richtung war der Nordosten der Insel und eine weitere Unterkunft hatten wir auch noch nicht. Als Unterkünfte hatten wir das Puig de San Salvador, Saint Monte-Sion, Ntra. Sra, De bon any und das Ntra. Sa. De Cura, welches wir auch am Nachmittag telefonisch erreicht haben, in Erwägung gezogen. Die Fahrt ging aber zunächst einmal von Pollenca über Sa Pobla und Arta nach Capdepera.

Dabei hat eine plötzlich auftauchende Straße zu einer kurzfristigen Verwirrung mit langfristiger Orientierungslosigkeit geführt. Nach einem Kampf durch Feuchtgebiete und über Karrenwege konnten wir unseren Weg in Canpickaford wieder in Richtung Arta aufnehmen. In Capdepera haben wir das Castel de Capdepera besichtigt. Der Eintritt betrug 2 Euro pro Person. Wir haben das Castell ohne große Erwartungen besichtigt und konnten eine traumhafte Aussicht bis zum Meer genießen.

Unseren klassischen Espresso zum Mittag haben wir auf dem relativ leeren, aber reizvollen Hauptplatz in Capdepera eingenommen. Diese Erholungsphase wurde jäh unterbrochen, als wir das Handy von Jens nicht gefunden haben. Es war allerdings glücklicherweise im Auto. Nach diesem Schreck sind wir weiter nach Cala Radjada gefahren, wo wir am Hafen bei Osolemio zu Mittag gegessen haben. Ein Salat und einmal Boccarones mit Getränken für insgesamt unter 20,- Euro war o.k.

Den geplanten Abstecher in das Hinterland von Arta Richtung Betlem haben wir aufgrund von starkem Hagel (mit kirschgroßen Körnern!) abgebrochen. Auf der Fahrt zum Erimita de San Salvador kam dann die Sonne wieder hervor. Die Anlage vom Erimita war sehr beeindruckend. Eine überdimensionale Statue auf der einen und ein festungsartiger Klosterkomplex auf der anderen Seite des Berges hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Dann ging es weiter über Campos und Llucmajor zum Erimitaa de cura, in welchem wir auch übernachtet haben. Dieses Kloster war beeindruckend und die Zimmer haben uns sehr überrascht, da sie wie in einem modernen Mittelklassehotel eingerichtet waren. Inklusive Fernseher, allerdings ironischerweise ohne Bibel ;-).  Da das Restaurant geschlossen war, haben wir unser Abendbrot unter freiem Himmel in der Gesellschaft von zwei Katzen eingenommen und dabei den Sonnenuntergang beobachtet.

 

Samstag, den 08.04.2006

Nach der dritten Nacht in einem Kloster haben wir dort auch noch ein gutes Frühstück bekommen und die Aussicht genossen. Nach dem Frühstück haben wir noch die Kappelle inspiziert und dann unsere Sachen gepackt und uns wieder auf den Weg gemacht. Als erstes stand das Kloster Monte-Sion auf dem Plan. Das Kloster war sehr verlassen, allerdings wurden wir fast von einem riesigen Hund gefressen, da wir von der falschen Seite kamen und das Warnschild nicht gesehen hatten. Das Kloster selber war interessant, aber nichts Besonderes. Weiter ging es zum Kloster Bon-any und danach zum  Castel Salvador. Beide waren sehr sehenswert. In Cala-Dor (am Strand esmeralda) haben wir mal wieder einen Espresso getrunken und die Menschen am Strand beobachtet. Erstaunlicherweise waren sehr viele im Wasser, obwohl die Temperatur nicht mehr als 18 Grad betrug. Allerdings war das Wetter super, so um die 25 Grad. Nach dieser Rast ging es weiter nach Cala-Figuera mit Broten zum Mittag und sehr guten Gesprächen im schönen Hafen.

Nach dem Essen und der schönen Landschaft ging die Fahrt zum Cap de salinas, dem südlichsten Punkt der Insel. Dort haben wir etwas verweilt und sind unseren Gedanken nach gegangen. Anschließend sind wir nach S`Arenal gefahren, haben unser Hotel gesucht und eingecheckt, das Auto abgeben und sind chinesisch essen gegangen.

So ab 23.00 Uhr sind wir in den Megapark gegangen und haben uns ein paar Bierchen gegönnt. Das Oberbayern hatte noch nicht auf, aber die Tabledancerinnen im Megapark haben einen großen Kontrast zu unserer Klostertour gebracht .

 

Sonntag, den 09.04.2006

Am Sonntag haben wir etwas verschlafen und kein Frühstück mehr im Hotel bekommen. Dies haben wir dann aber am Strand in einem Cafe nachgeholt. Den weiteren Tag haben wir es uns am Strand gut gehen lassen. Wir sind sogar etwas braun und noch mehr rot geworden. Abends haben wir Tappas in einem kleinen Restaurant gegessen. Das war wirklich gut. Nach dem Essen sind wir wieder im Megapark gelandet und haben ein paar Bierchen getrunken. Der Barkeeper hat uns noch eine Kurzen ausgegeben, wobei wir noch immer nicht wissen, was das war. Hatten aber am nächsten Tag Kopfschmerzen….

 

Montag, den 10.04.2006

Am Montag sind wir mit dem Bus nach Palma gefahren. Der Bus war extrem unbequem und mit meinen Kopfschmerzen war die Fahrt in dem heißen Gefährt alles andere als angenehm. In Palma haben wir die Kathedrale besucht und sind durch den Ort geschlendert. Auf dem Hauptplatz haben wir mal wieder Cappuccino getrunken und das schöne Wetter genossen. Die Rückfahrt war zwar etwas besser als die Hinfahrt, aber auch kein Highlight. Abends haben wir an unserem letzten Abend gambas a la plancha gegessen und den Tag auf dem Balkon unseres Hotelzimmers gemütlich ausklingen lassen.

 

Dienstag, den 11.04.2006

Am Dienstag haben wir unsere erstes richtiges Frühstück im Hotel eingenommen, da wir diesmal endlich pünktlich waren. Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt und sind bei trübem Wetter abgereist. Der Flug war gut und im Flugzeug haben wir uns mit einem weiteren Fluggast sehr gut unterhalten. Um 17.20 Uhr sind wir in Hannover gelandet.

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Michael für diesen super Urlaub bedanken, da er die Idee dazu hatte und auch die Tickets organisiert hat. Weiterhin hat er seine Zeit geopfert, obwohl er eigentlich zu Hause renovieren wollte. Außerdem möchte ich mich auch ganz herzlich bei Katja dafür bedanken, dass wir diese Tour machen konnten, während sie leider zu Hause bleiben und arbeiten musste.

 

 Danke und alles Liebe Euch beiden

 

   Jens

 

   

 

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